2017-11-26 13:51

UNESCO-Projekt „REdUSE – Über unseren Umgang mit den Ressourcen der Erde“

Am 1. November 2017 fand in der Adolf-Grimme-Gesamtschule das Projekt „REdUSE – Über unseren Umgang mit den Ressourcen der Erde“ statt, an dem die Klassen 5 bis 10 teilnahmen. Durchgeführt wurde die 90minütige Veranstaltung vom Verein „Die Multivision“, welcher von der UNESCO als offizielle Maßnahme der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet wurde.

Das Kunstwort „REdUSE“ beinhalte die Begriffe „reduce“ (reduzieren), „reuse“ (wiederverwenden) und „Recycling“, erklärt Moderator Jonas Laß, „Viele Rohstoffe sind bei steigender Nachfrage heute schon übernutzt – in Europa und weltweit. Die „Ressourcenfrage“ ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit.“ Im Fokus des Projekts standen einerseits die nicht nachwachsenden Ressourcen wie z. B. Seltene Erden. Den Schülerinnen und Schülern als Nutzer modernster Informationstechnik wie Smartphones wurde verdeutlicht, dass sie auf eine zukunftsfähige Rohstoffpolitik und bessere Recyclingmöglichkeiten angewiesen sind. Neben der Problematik der Verfügbarkeit verschiedener Ressourcen wurden aber auch viele ökologische und soziale Aspekte dargestellt und somit ein tieferes Verständnis der Gesamtzusammenhänge ermöglicht. Die Rohstoffübernutzung betrifft andererseits auch nachwachsende Rohstoffe wie z. B. Papier und Baumwolle. So wurden der enorme Wasserverbrauch und die Umweltbelastungen durch den Anbau von Baumwolle dargestellt. Anschaulich vermittelt wurde auch, dass eine bessere Mülltrennung eine wesentliche Voraussetzung für Recycling ist. Die Schülerinnen und Schüler diskutierten lebhaft konkrete Handlungsmöglichkeiten und motivierten sich gegenseitig, ihre Zukunft mitzugestalten. So plante z. B die Klasse 6b, eine Sammelbox für alte, defekte Handys in der Schule zu errichten, damit die darin enthaltenen wertvollen Metalle wie z. B. Gold, Indium oder Tantal lokalen Recyclingunternehmen zugeführt, anstatt zu Hause in der Schublade vergessen zu werden.
Einige Klassen vertieften im Anschluss die Thematik. So besuchte die Klasse 5a den „HILFSPUNKT“ in Oker. Das Besondere an dem kleinen Second-Hand-Laden auf der Bahnhofstraße ist ein Konzept, dass allen hilft: Es hilft der Umwelt, weil gebrauchte Dinge erneut in den Verwertungskreislauf gelangen und Ressourcen geschont werden. Es hilft den Spendern und Spenderinnen, weil in ihren Schränken wieder Platz ist und ihre ehemaligen Lieblingsstücke „weiterleben“. Es hilft den Kundinnen und Kunden, weil sie gegen eine freiwillige Geldspende (jeder gibt nur so viel, wie er kann) tolle Kleidung, Spielsachen und Haushaltswaren erhalten können.
Es war ein spannender Projekttag, welcher zum kritischen Nachdenken über den eigenen Umgang und Konsum von Rohstoffen angeregt und nachhaltige Alternativen aufgezeigt hat.

Fotos 1:     Im HILFSPUNKT erklärt Lehrerin Sabine Rehse der Klasse 5a das zugrundeliegende Konzept

Fotos 2 - 4:     Moderator Jonas Laß vom Verein „Die Multivision“ im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern im Forum der AGG

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